Dienstag, 20. Dezember 2016

Mein naiver Weihnachtswunsch

Was gestern in Berlin passiert ist, lässt sich für mich nicht in Worte fassen. Wie vieles, was gerade auf unserer Welt passiert. Ich habe aufgehört, Zeitungen und News zu lesen, weil ich mich dem Elend in unserer Welt so hoffnungslos ausgeliefert fühle. Ich will helfen, tun, trösten - und habe keine Ahnung wie. Es ist zu viel, es ist zu groß, es ist zu mächtig - ich fühle mich komplett handlungsunfähig, schockiert, erstarrt und überfordert.
Um mich zu schützen, habe ich mich in mein Schneckenhaus zurückgezogen und gemerkt, dass ich mich dort nicht besser oder sicherer fühle.
Und als ich gestern über Facebook die Meldungen bekam, welche meiner Freunde sich in Sicherheit befanden, konnte ich mich nicht länger verkriechen.

Aus der Malerei weiß ich, dass das Licht, dort, wo es am dunkelsten ist, am hellsten strahlt.
Will heißen: willst Du es hell und strahlend, musst Du es an der Stelle erst so dunkel wie möglich machen. 
Diese Technik ist so universell, so einfach, so groß und allgemeingültig, dass es mir den Mut gibt, weiter an das Gute im Menschen zu glauben und dem Leben zu vertrauen.
Ich kann den Schmerz und das Leid in dieser Welt nicht verhindern, aber ich kann für Menschen, denen ich begegne, da sein -  und etwas Licht und Farbe in ihr Leben bringen.
So frage ich mich jeden Tag, in meiner kleinen Welt, was mein Leben bunt macht und bin jeden Tag dankbar, für das, was ich sein und tun, haben und teilen darf.

Und wenn das jeder täte, auch nur einmal am Tag, dann wäre mein Weihnachtswunsch gar nicht mehr so naiv.


Montag, 5. Dezember 2016

Kalendergeschichten Es ist genug - Februar 2017

Du hast so lange gesucht, so viel gelernt, so viel erfahren und immer noch denkst Du, es sei nicht genug, es reiche noch nicht - damit kannst Du noch nicht losziehen.
Du willst andere begleiten und fühlst Dich immer noch schlecht vorbereitet. Du willst geben, helfen, lösen und denkt, Du kannst es noch nicht. 
Doch stell Dir einmal vor, es ist genug.
Lege alle Karten auf den Tisch, alles, was Du weißt, gelernt und erfahren hast. Alle Diplome, Abschlüsse, Zertifikate, Zeugnisse, Referenzen, ... - Schau Dir diese Vielfalt an und erkenne Deine Kompetenz und Dich. Du bist genug!
Die, denen Du helfen kannst, finden Dich mit Deiner Erfahrung und Deiner Meinung und Deiner Sichtweise und Deiner Strategie genau richtig und genug, um ihr Problem anzugehen und zu lösen. Sie wollen weder Schulwissen noch starre Strukturlösungen. Sie wollen Deine Unterstützung, Deine Begleitung, Dein Wissen - so wie Du es im Laufe der Jahre in Deinem Lebensprozess eingefärbt hast.
Sie vertrauen Dir. Du bist genug. Sammle Dich. Habe den Mut, in dem, was Du gesucht hast, das zu finden, was Dich ausmacht. Erkenne Dich, stehe zu Dir und gebe DEIN Bestes weiter.

Sein, 60x80 cm Acryl auf Leinwand
Februarbild aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler

Mittwoch, 23. November 2016

Kalendergeschichten Mutter Erde - Oktober 2017

Die Erde - unsere Mutter - lehrt uns, egal, was Du besitzt oder verlierst, Du wirst jedes Jahr von neuem mit dem versorgt, was Du brauchst. Die Erde läßt Dich nicht im Stich. Sie lehrt Dich den Zyklus von Leben und Tod und dass Du erntest, was Du säst.
Sie fordert Geduld, Disziplin, Durchhaltevermögen und die Akzeptanz - sich darauf einzulassen.
Sie zeigt Dir den Prozess und dass jeder Schritt gegangen werden muss, dass es beim Wachsen und Reifen keine Abkürzungen gibt und dass nicht alle Mühe belohnt wird und ein manches Mal noch einmal von vorne begonnen werden muss.
Um ernten zu können erfordert es das Wissen, was, wann, wo, wie wächst und die Akzeptanz, dass Regen, Sonne und Wind nicht der eigenen Kontrolle unterliegen.
Das Ermutigende dabei ist, dass wir durch die Wiederholung des Zyklus die Möglichkeit haben zu lernen und auch immer wider von Neuem zu beginnen.
So kommen wir von Jahr zu Jahr ein bisschen weiter und können ein bisschen besser werden und können aus Erfahrungen lernen und ernten, was wir gesät haben.

Blumenwiese 30x30 cm, Acryl auf Leinwand
Oktoberbild aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler

Montag, 21. November 2016

Kalendergeschichten: Genug sein - August 2017

Das Beste für ihr Kind zu geben, die Familie perfekt zu organisieren, um das Leben voll und ganz auszukosten, für die Zukunft zu sorgen, Sicherheiten aufzubauen, Pläne zu schmieden, Kredite zu bezahlen, ...
Kinderkrankheiten, schlaflose Nächte und fremdbestimmte Tage hatten eine graue Decke aus Erschöpfung und Traurigkeit über sie gelegt. Sie sah wie der Vogel im goldenen Käfig seine Artgenossen vor dem Fenster frei und wild fliegen und wünschte sich so sehr den Wind im Haar und das Lagerfeuer zurück. Doch das kontrollierte Kaminfeuer und das entspannende Wellnesswochenende konnten ihre Unzufriedenheit und ihre Sehnsucht nach sich selbst nicht ausräumen. Sie schämte sich und fühlte sich undankbar. Sie hatte alles und mehr und verglich sich selbst mit der Fru vom Fischer, die nie genug bekam.
Wer war sie geworden? Was war mit ihr passiert?
Abends fiel sie erschöpft ins Bett, um dem Konsumanspruch des folgenden Tages standhalten zu können. Sie schien in Windeseile zu altern und das Leben rieselte unaufhaltsam wie der Sand durch eine Sanduhr. Ihre Daseinsberechtigung, neues Leben zu gebären, schien erfüllt und sie sah sich einer nie da gewesenen Leere gegenüber. Pflichtbewusst erfüllte sie ihre Alltagsaufgaben und kümmerte sich um alle anderen - aber sich selbst schien sie nicht mehr zu spüren. Wo war sie? Was waren ihre Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Ziele? Was konnte sie tun?
Die neue Leere, die sich in ihr auftat, füllte sie mit der Angst, nicht genug zu sein. Und es kam eine lange Zeit, in der mit aller Kraft versuchte, zu genügen. Viel später, fast zu spät, als sie wieder durchscheinend wurde, erkannte sie, dass sie nicht sich, sondern den anderen genügen wollte. Und plötzlich erinnerte sie sich an die lang vergangenen Zeiten, in denen sie als bespiegeltes Zerrbild der anderen durchs Leben strich. Sie erwachte wie aus einem bösen Traum und entschied sich, auf die Suche nach neuer Fülle, neuen Lehren und neuem Leben zu machen.
So langsam wie sie sich selbst verloren hatte, so langsam schien sie wieder zu sich selbst zu finden. Sie merkte, wie schwer es war, im Äußeren etwas zu finden, was sie erfüllen konnte.
So wandte sie sich allmählich nach Innen und erschrak fast, welche Fülle und welchen Reichtum sich da auftat. Als sie sich umsah, begriff sie, dass das Funktionieren, Perfektion und Kontrollsucht ein Ende hatten und sie genug war, ganz so wie sie war.

Another Cup of Coffee, Acryl auf Leinwand, 40x80 cm, 2016

Bild August aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler


Samstag, 19. November 2016

Kalendergeschichten: Mutterschaft - September 2017


Sie schien innerlich zu schmelzen. Die Kälte der Einsamkeit wich vor der Sonne des neuen Lebens in ihr zurück. Sie konnte kaum fassen, was da mit ihr geschah. Das entstehende Leben in ihr schien ihr bestehendes komplett aufzulösen. Doch sie hatte keine Angst sich zu verlieren. Sie kämpfte nicht dagegen an. Sie war sich der Kraft des Lebens so sehr bewußt, dass sie sich vertrauensvoll der Wandlung hingeben durfte. Sie sah gelassen zu, als ihre Waffen in Gletscherbächen aus ihr herausliefen und sie rund und weich wurde. Das Wunder des Lebens hatte sie ganz eingenommen und sie wurde unsicher, ob sie sich überhaupt so hingeben durfte, oder ob sie etwas tun mußte, um eine gute Mutter zu werden. So fand sie sich dabei, herauszufinden, was wohl das Beste für ihr Kind sei und verstrickte sich in Meinungen und Ratschlägen, die ihr eigenes tiefes Wissen begruben. So viel konnte sie selbst nicht wissen und die anderen belehrten sie eines Besseren.
Mit der Geburt nahm das neue Leben seinen Platz ein. Getragen von dieser Kraft spürte sie ihre eigene göttlich schöpferische Energie und gab sich der Heiligkeit des Lebens hin. Das Wunder des Lebens und der Liebe hatte sie für immer gewandelt. 
Und plötzlich standen neue Bedürfnisse eines hilflosen Kindes vor ihr und sie stelle ihre eigenen hinten an - dieses Mal mit dem Wissen, dass es auch ihre Bedürfnisse waren und sie sich nicht auflösen, sondern über sich hinaus wachsen würde.

Mutterschaft, Acryl auf Leinwand, 50x60 cm, 2016

Bild September aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler

Freitag, 11. November 2016

Kalendergeschichten: The Walk - Januar 2017


Sie hatte sich auf den Weg gemacht. Ihr begegneten viele, die sie liebten und vieles sog sie in sich auf und spürte, wie das Leben sich in ihr ausdehnte. Voller Selbstbewusstsein und Neugier erkundete sie die Welt für sich, stand in ihrem Zentrum und fühlte sich stark und unabhängig. Sie war kaum zu stoppen, zeigte sich in ihrer Bewusstheit, folgte ihren Bedürfnissen und kämpfte für ihr Recht. Sie war eine Kriegerin geworden. Und alles, was sich ihr in denWeg stellte und nicht zu ihr passte oder anderer Meinung war, wurde ausgeräumt - vollständig...
Und wenn sie abends an ihrem Feuer saß und sich wärmte, und der Wind der großen Weite durch ihr Haar strich, fühlte sie sich erschöpft vom vielen kämpfen - und unendlich einsam.
Wie gerne hätte sie eine Weggefährtin, mit der sie Seite an Seite kämpfen konnte, die ihr den Rücken stärkte, sie bestätigte und unterstützte. Aber da sie alle ablehnte, konnte sie keine finden, die sie begleitete.
Ihr fiel die Zeit mit den anderen ein. Die Zeit, als sie so gar nicht sie selbst war und nur die Bedürfnisse der anderen erfüllt hatte. Ihr wurde klar, dass sie nun so viel mehr als die anderen geworden war, so viel mächtiger und klarer, dass es sie mit Stolz und Abscheu gegen ihr damaliges Sein erfüllte. Da wollte sie lieber alleine kämpfen. Nie wieder wollte sie diese Anpassung spüren und sich so unterordnen. Sie stocherte noch eine Weile trotzig in der Glut ihres Feuers herum und nahm sich fest vor, am nächsten Tag weiter zu kämpfen, um sich selbst nicht mehr zu verlieren. Alles schien seinen Preis zu haben. Sie schloss die tränenden Augen. Sie fror - trotz Feuer. Innerlich so kalt.

The Walk, Acryl auf Leinwand, 80x80 cm, 2011


Bild vom Januar aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler

Mittwoch, 9. November 2016

Kalendergeschichten: Spiegel - Juli 2017

Ganz blass und fahl war sie geworden. Wie ein Geist ohne Substanz bewegte sie sich durch die, die so viel mehr waren – als sie selbst. Sie wollte dazu gehören und merkte, wenn sie es versuchte, dass sie es nicht schaffte. So war sie nicht. Sie konnte nicht sein wie die anderen. Den Mut sich zu zeigen mit all ihren Träumen brachte sie nicht auf. So kraftlos war sie als Geist. Jetzt gehörte sie dazu. Sie umwehte die anderen und bewegte sich mit ihnen.Sie war traurig, mutlos, voller Angst und wartete darauf, dass irgendetwas geschehen würde, das sie befreite.
Denn manchmal nachts, wenn sie allein war und im Traum nicht die Regeln der anderen befolgte, entstanden bunte und berührende Bilder, die ihr Leben hätten sein können. Dann glitt sie durch ihre Welt, war Königin, Macherin, Schöpferin. Sie liebte diese Träume, denn sie gaben ihr die Kraft, dass sie sich nicht ganz auflöste.
Doch was konnte sie tun?
Wie konnte sie ihre Träume zum Leben erwecken?
Wann würde das Schicksal endlich für ihre Befreiung sorgen? Wo war der Märchenprinz, der ihr als Kind immer versprochen wurde? Ach, sie war ja keine Prinzessin…
Plötzlich erinnerte sie sich an etwas, was sie im Traum getan hatte. Es war nur ein ganz kleiner Schritt. Zitternd und mit angehaltenem Atem bewegte sie ihre Hand und ein Schauer von Magie durchlief sie und erfüllte sie mit Kraft.
Sie spürte, sie hatte sich auf den Weg gemacht. Ihr war nichts passiert und plötzlich wurde ihr klar, dass niemand sie retten würde. Kein Prinz würde jemals vorbeireiten. Doch das war egal. Denn sie nahm selbst die Zügel in die Hand.
Sie lachte laut auf, spürte ihren Atem, ihren Herzschlag und die Energie, die sie durchströmte. Sie gewann langsam an Substanz. Sie brauchte sich nicht mehr in den anderen zu spiegeln.
Denn bei den anderen war sie nichts als ein Zerrbild derer, die sie anders haben wollten.



Spiegel, Eitempera auf Leinwand, 50x100 cm, 2016
Bild Juli - aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler


Sonntag, 25. September 2016

Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler

Zum 7. Mal erscheint der Kunstkalender mit Bildern und Gedanken von Yvonne Bölstler und macht 2017 bunt!

Er kann bei dawanda, per Mail oder direkt im Atelier oder beim Mühlenbäcker Stollenfest (06.11.16), Langebrücker Weihnachtsmarkt (26.11.16) und Hermsdorfer Weihnachtsmarkt (27.11.16) erworben werden.


Kunstkalender 2017


Donnerstag, 9. Juni 2016

Jetzt wird's bunt im Speiseraum

Das Kreativprojekt mit der 2. Klasse der Grundschule hat viel Spaß gemacht und die Essenspause ist etwas bunter geworden.


Montag, 6. Juni 2016

Grußkarten mit Fingerprints


Heute im Kreativangebot in der Grundschule gab es schnell und leicht gemachte Gute-Laune-Karten.
Wenn man sich ein bisschen auf die Fingerprints einlässt, kommen dabei ganz wunderbare fantasievolle Bilder zum Vorschein.

Grußkarten mit Fingerprints

Freitag, 3. Juni 2016

Kreativ feiern im Atelier - Kissen bemalen

...11. Geburtstag von Wolf-Fans...

Es ist immer wieder schön zu sehen, was alles entsteht. Wie jeder seine eigene Handschrift hat und dies in einem Bild so wunderbar ausdrückt!
Danke dafür!

Kreativ feiern - Kissen bemalen


Wer Lust auf eine kreative Feier im Atelier hat, wird bei "Jetzt wird's bunt!" fündig.

Sonntag, 29. Mai 2016

Kinderschminken mal anders - ganz entspannt...

... ohne Nacken- oder Kreuzschmerzen...
... auf gleichmäßiger, kaum zuckender, Oberfläche ...
... nicht zu nah ...
... das Kind kann beim Malen zuschauen...
... und es kann sich das Gemälde ohne Spiegel anschauen...
... und: man kann das Gemälde auch eventuell noch länger dran lassen - Gesichter sollten am Abend spätestens gewaschen werden...

Ab jetzt nur noch so!


Kinderschminken - am Arm

Samstag, 28. Mai 2016

Du ahnst wohl...


Wurzelschlagend
Himmelwärts
Umsorgt von Vater Sonne und Mutter Erde
Der Mond weint Tränen
Vergessener Sehnsucht
Verzehrt sich nach dem Meer
Nimmt zu und ab
Vom Tod zum Leben
...dass dazwischen Dein Platz ist.

Nun komm meine Schöne
Folg meiner Kraft
Seit Mond-aten ruf ich Dich
Und lass von Dir ab.

Gemeinsam finden wir Dein Seelenziel,
Egal wohin es treiben will.
Vertrau der Erde ursprünglicher Macht
Wie sie immer aus dem Tod Neues hervorgebracht.

Wein Deine Tränen
Empfang den Verlust
In der Tiefe
In die Du musst, 
Um los zu lassen und um zu werden ganz neu, 
Deine Seele erwacht in Deiner Treu.

Text von Yvonne Bölstler Mai 2016

Du ahnst wohl..., Mixed Media 2016

Donnerstag, 26. Mai 2016

Wem dienst du?

An wen hast du dich verkauft?
Du wolltest Freiheit und Unabhängigkeit...
Du sagst, das hättest du auch.
Frei wie Mandela würdest du sein
und innerliche Freiheit ist oft berührt von Leid und Pein.
So gibst du deinem Martyrium Sinn
und leidest genussvoll vor dich hin.

Wem dienst du und was macht dich dabei frei?
Wie kannst du der Herrschaft, die du verabscheust, dienen
um frei zu sein?

Ich sehe den Vogel im Käfig sitzen
die Tür weit offen, die Sonne durchs Fenster blitzen.
Daneben den fetten Futternapf
und eine Schaukel, die ihn wiegt in den Schlaf.
Den Spiegel für seine Eitelkeit
für die Freiheit ist er nicht bereit.

Und so sehe ich dich,
du traust dich nicht.
In dir schreit tiefe Ängstlichkeit
und krallt sich an den Schirm der Sicherheit.
Die Angst vor Versagen trübt deinen Blick
und lässt dich Schönheit sehen, wo gar keine ist.
Deine Uniform lässt dich schwitzen,
die Sonne scheint den Verstand zu verblitzen.

Ich bitte dich, wach auf aus deinem traumlosen Tun
vertraue dir, glaub an dich
und komm zur Ruh.

Text Yvonne Bölstler, 26.05.16


Bild 20160108 - Mixed Media - Keilrahmen 40x30 cm

(Frei nach Goya - Der Sonnenschirm)

Mittwoch, 25. Mai 2016

Und so wartete das Meer...

... bis seine geliebte Sonne am Abend wiederkehren wollte.
Die Sonne hielt ihr Versprechen, wärmte das Meer und nahm seine Tränen mit sich.
Doch als das Meer zu sehr weinte, schoben sich die Wolken vor die Sonne und trennten die beiden.
Schon glaubte das Meer, die Sonne hätte es verlassen und der Himmel hätte sie ihm genommen, und es wurde dunkel vor Eifersucht. Seine Wellen wurden zu Wogen, und es rief nach seiner Geliebten. Die ließ sich nicht blicken und so entfachte das Meer einen Sturm, der den Regen aus den Wolken rief. Der Himmel, der sich nun bedroht fühlte, wurde dunkel und schickte dem Meer als Warnung einen kalt brausenden Wind. Die Regentropfen prasselten auf die Wogen und der Wind heulte auf. Das Meer tobte und drohte dem Himmel, bis plötzlich ein kleiner Lichtstrahl durch die Wolken blitzte.
Da erinnerte es sich an das zweite Versprechen der Sonne, die ihm den sanften Regen als Gruß aus der Ferne schicken wollte. Es beruhigte sich und schämte sich ein wenig ...
Die Sonne sah die große Sehnsucht ihres geliebten Meeres und da sie noch zu weit entfernt war, um mit ihm zu sprechen, schickte sie ihm mit den letzten Tropfen einen Regenbogen.
Den Rest des Tages hüllte sich das Meer in ein erwartungsvolles tiefes Blau und die Sonne spiegelte sich wie tausend Diamanten darin.
Als nun der Abend kam, hüllte der Himmel die Geliebten versöhnlich in eine abendrote Decke und zog sein nachtblaues Kleid mit abertausenden von Sternen an.


Und so wartete das Meer, Eitempera, 90x30 cm, 2016


Dienstag, 24. Mai 2016

Kalendergeschichten Bleib doch - Juni 2017

Bleib doch,
Meine Schöne
Und wärm mich noch. 

Nein, ich kann nicht, 
Ich muss gehn, 
Das weißt du doch.

Nur ganz kurz,
Ohne dich ist hier kein Leben.
Es ist dunkel und leer.

Liebster, mach es nicht so schwer.
Ich muss jetzt ziehn
Und zum Abend, bin ich wieder hier.

Du liebst mich nicht mehr.
Gibt es einen andren?
Was kann er und wo kommt er her?

Vertraue mir.
Du weißt, dass ich zum Abend wiederkehr.

Dann will ich dich halten.
Ganz fest, du bist mein.

Nein, du weißt, das kann ich nicht sein.
Wir gehören zusammen
Du und ich,
Aber besitzen kannst du mich nicht.

Dann werde ich warten und weinen
bis du wiederkehrst.
Ganz kalt und ohne Leben.

Ich bin nicht fort, nur fern
und ich seh Dich den ganzen Tag
und spiegel mich in Dir.

Dann versprich mir, dass du an mich denkst
und nimm meine Tränen als Pfand mit dir.


Ich spüre, dass du mich vermisst.
Ich trockne deine Tränen und nehm sie ein Stück mit.
Ich schick dir den Regen ganz sanft als Trost.

Ich glühe, wenn du wiederkehrst.
Ich kann es kaum erwarten,
dich wieder zu halten.

So geh ich nun Liebster
es ist an der Zeit
wir gehören zusammen 
in alle Ewigkeit.

Die Sonne erhob sich 
der Tag nahm seinen Lauf
das Meer sandte Tränen
und fing den Regen auf.




Bleib doch, Eitempera 2016


Junibild aus dem Kunstkalender 2017 von Yvonne Bölstler

Freitag, 20. Mai 2016

Gefilzte Handpuppen

Handpuppen aus Filz

Donnerstag, 19. Mai 2016

Mittwoch, 18. Mai 2016

Buntsteinbild

Acryl auf Keilrahmen mit bunten Steinen, 10x10 cm, 2016

Sonntag, 15. Mai 2016

Mohnfeld

Mohnfeld, Acryl, 3x20x50 cm

Donnerstag, 17. März 2016

Frühlingsgruß

Bild 20160317, Mixed Media, 30x30 cm

Mittwoch, 16. März 2016

Blütezeit

Bild 20160316, Mixed Media mit Uhr, 30x30 cm

Dienstag, 15. März 2016

...noch mehr Blumen...

Bild 20160315, Acryl auf Keilrahmen, 30x30 cm

Montag, 14. März 2016

...mehr Blumen...

Bild 20160314, Acryl auf Keilrahmen, 30x30 cm

Sonntag, 13. März 2016

Gezeiten

Acryl auf Keilrahmen mit Quartzuhrwerk, 30x30 cm

Samstag, 12. März 2016

Zeitblume

Acryl mit Blume, Grün und Quartzuhrwerk, 30x30 cm

Freitag, 11. März 2016

Perfekte Welle

Acryl auf Keilrahmen mit Quartzuhrwerk, 30x30 cm

Freitag, 4. März 2016

Neue Bilder im Cafe Gnauck

... mit der Frühlingssonne kamen heute neue Bilder ins Cafe (Poststraße 1, Ottendorf-Okrilla)...


Ausstellung im Cafe Gnauck, Ottendorf-Okrilla, ab März 2016

Dienstag, 23. Februar 2016

23.2.16 - Bodypainting - Sleeping beauty

...aus dem Archiv...
Bodypainting (Yvonne Bölstler)  & Fotoshooting (Silvia Wolf)

Montag, 22. Februar 2016

22.2.16 - Music on my Way

Bild 20160222 - Aquarell und Tusche 30x40 cm


...was siehst du?...

Sonntag, 21. Februar 2016

21.02.16 - Tierbote

Bild 20160221 - Aquarell und Tusche 30x40 cm



...vorher...

20.02.16 - Spirits

Bild 20160220 - Aquarell und Tusche 30x40 cm



...vorher...


Freitag, 19. Februar 2016

19.02.16 - Bodypainting - Himmel und Erde

...aus dem Archiv...
Bodypainting (Yvonne Bölstler)  & Fotoshooting (Silvia Wolf)

Donnerstag, 18. Februar 2016

18.02.2016 - Sonnenwasser

Bild 20160218 - Aquarellkreide auf Keilrahmen 40x40 cm

Mittwoch, 17. Februar 2016

17.02. 2016 - Tränenreich

Bild 20160217 - Aquarellkreide auf Keilrahmen 40x40 cm

Dienstag, 16. Februar 2016

16.2.2016 - Neue Aussaat

Bild 20160216 - Mixed Media auf Keilrahmen 60x50 cm

15.2.2016 - Mensch und Zeit

Bild 20160215 - Acryl auf Keilrahmen 30x30 cm mit Quartzuhrwerk

Sonntag, 14. Februar 2016

14.02.2016: Bodypainting - Feldversuche

...aus dem Archiv...
Bodypainting (Yvonne Bölstler)  & Fotoshooting (Silvia Wolf)

Samstag, 13. Februar 2016

13.02.2016 - Kolibri zum Ausmalen

Bild 20160213 - A4 Fineliner auf Papier

Freitag, 12. Februar 2016

12.02.2016 - Another Cup of Coffee

Bild 20160212 - Mixed Media auf Keilrahmen 80x40 cm

Donnerstag, 11. Februar 2016

11.02.2016 - Mutter II

Bild 20160211 - Mixed Media auf Keilrahmen 50x50 cm